Europäisches Innovations- und Technologieinstitut (EIT)

Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) ist eine Einrichtung der Europäischen Union, die von unserer Organisation unabhängig ist. Ziel des EIT ist es, die Innovationskapazität der Mitgliedstaaten zu steigern und damit einen Beitrag zu nachhaltigem Wirtschaftswachstu in Europa zu leisten. Dazu sollen Bereiche des "Wissensdreiecks" (Bildung, Forschung und Innovation) auf höchstem Niveau in den sogenannten "Wissens- und Innovationsgemeinschaften" (Knowledge and Innovation Communities, KICs) integriert werden. Während der siebenjährigen Laufzeit von Horizont Europa stehen für die KICs 2,854 Milliarden Euro zur Verfügung. Die KICs schreiben innovationsorientierte Forschungsprojekte aus und unterstützen die Erprobung, Prototypentwicklung und Demonstration von Technologien, insbesondere in Bereichen von zentralem wirtschaftlichem, ökologischem und gesellschaftlichem Interesse. Darüber hinaus zielen sie auf die Entwicklung von Bildungs- und Ausbildungsmaßnahmen, insbesondere auf Master- und Promotionsebene, sowie Berufsausbildungskurse.

Für Cluster 4 Digital, Industry and Space sind folgende KICs von Bedeutung:

EIT Manufacturing wurde 2019 mit der Vision gegründet, dass die globale Fertigung weiterhin von Europa angeführt wird und dazu beiträgt, Europa und seinen Fertigungssektor wettbewerbsfähiger und nachhaltiger zu machen.
Erklärte Mission der Innovationsgemeinschaft (KIC, Knowledge & Innovation Community) ist, die Akteure der europäischen Fertigungsindustrie zusammenzubringen. Dafür setzt das EIT Manufacturing auf ein wachsendes Netzwerk aus hochrangigen Industriepartnern, führenden Hochschul- und Forschungseinrichtungen aus der gesamten Region sowie innovativen Start-ups, Scale-ups und KMUs. Das Netzwerk umfasst derzeit mehr als 130 Mitglieder und Netzwerkpartner aus führenden Industrieunternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen. Starker Fokus liegt auf KMUs und Start-ups, denen Unterstützung angeboten wird, um ihnen den Zugang zu europäischen Märkten zu ermöglichen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Fünf Co-Location Centers (CLCs) sind strategisch verteilt, um Regionen mit hoher Produktionstätigkeit und Spitzentechnologie miteinander zu verbinden.

EIT Manufacturing hat vier Zielgebiete für die gemeinsamen Aktivitäten identifiziert:

  • Flexible Production Systems for Competitive Manufacturing
  • Low Environmental Footprint Systems & Circular Economy for Green Manufacturing
  • Digital & Collaborative Solutions for Innovative Manufacturing Ecosystems
  • Human-machine co-working for socially sustainable manufacturing

Das Budget des EIT Manufacturing beläuft sich bis 2026 auf rund 400 Millionen Euro. Der größte Teil des operativen Budgets von EIT Manufacturing ist der Unterstützung von Projekten gewidmet, die die Forschung in industrietaugliche Lösungen umsetzen.

EIT Manufacturing schreibt jährlich Calls for Proposals aus, die durch die Förderung der ausgewählten Projekte zu den strategischen Zielen der KIC beitragen sollen. Die Aufrufe sind offen für alle Partner des EIT Manufacturing, d. h. Mitglieder und deren verbundene Dritte, Aktivitätspartner, aber auch für (externe) Organisationen, die keine Partner sind, einschließlich KMUs und Start-ups, die einen Mehrwert für sie bringen können.

Nähere Informationen finden Sie hier: https://www.eitmanufacturing.eu/

EIT RawMaterials, initiiert und finanziert vom EIT (Europäisches Institut für Innovation und Technologie), einer Einrichtung der Europäischen Union, ist das weltweit größte Konsortium im Rohstoffsektor. Seine Vision ist es, Rohstoffe zu einer wichtigen Stärke für Europa zu entwickeln. Die Initiative zielt darauf ab, die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Mineral-, Metall- und Werkstoffsektors entlang der gesamten Wertschöpfungskette durch die Förderung von Innovation, Bildung und Unternehmertum zu unterstützen.
Als Partnerschaftsorganisation liegt der Schwerpunkt von EIT RawMaterials auf der kontinuierlichen Stärkung der Innovationsgemeinschaft durch Vernetzung und Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessengruppen. Die Initiative besteht aus mehr als 120 Kern- und assoziierten Partnern und über 180 Projektpartnern aus führenden Unternehmen, Universitäten, Forschungs- und Technologieorganisationen aus über 20 EU-Ländern. Die Partnerorganisationen in der EIT RawMaterials sind in der gesamten Wertschöpfungskette von Rohstoffen tätig, von der Exploration, dem Abbau und der Verarbeitung von Mineralien bis hin zu Substitution, Recycling und Kreislaufwirtschaft. Sie arbeiten gemeinsam an der Suche nach neuen, innovativen Lösungen zur Sicherung der Versorgung und zur Verbesserung des Rohstoffsektors in Europa. EIT RawMaterials-Partner profitieren von einem bevorzugten Zugang zum Netzwerk und den entsprechenden Servicekomponenten.

In den jährlich veröffentlichten Ausschreibungen können Partnerorganisationen Projektvorschläge einreichen, die einen signifikanten Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie und die Innovationskapazität haben. Außerdem sollen die Projekte Studierende und Unternehmen befähigen, die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben und einen Beitrag zu den Zielen des EU Green Deal zu leisten.

 Weiterführende Informationen zur Partnerschaft in EIT RawMaterials