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Förderung für Forschungsnetzwerke in Europa und weltweit

COST – European Cooperation in Science and Technology

Neben Horizont Europa ist COST eine der wichtigsten Säulen zur Förderung der Zusammenarbeit in Forschung und Innovation in Europa und ist damit ein wesentlicher Baustein des Europäischen Forschungsraums. Gegründet in 1971 und mit Sitz in Brüssel, COST bietet ein europaweiter Rahmen für die Koordination und Bündelung von national finanzierten Forschungsaktivitäten und wird selbst hauptsächlich über die europäischen Forschungsrahmenprogramme finanziert.

Mit der kürzlich erfolgten Aufnahme von Georgien und Ukraine als Mitgliedstaaten sind derzeit 40 europäischen Staaten in COST eingebunden sowie ein kooperierendes Mitglied (Israel) und ein Partnermitglied (Südafrika). Zudem dürfen auch Forschungsinstitute von Nicht-Mitgliedstaaten an gewissen Aktivitäten („COST-Aktionen“) teilnehmen. 

COST ist ein thematisch offenes Förderprogramm. Gefördert werden Aktionen aus allen wissenschaftlichen Feldern, vielfach mit interdisziplinärem und/oder intersektoralem Ansatz.

Die COST Actions sind Forschungsnetzwerke, die Forscher und Innovatoren zusammenbringt, um vier Jahre lang ein Thema ihrer Wahl zu erforschen. COST-Aktionen setzen sich in der Regel aus Forschern aus dem akademischen Bereich, Industrie, öffentlichen Einrichtungen und anderen relevanten Organisationen oder interessierten Parteien zusammen.

Die Aktionen stehen allen Wissenschafts- und Technologiebereichen offen, auch neuen und aufstrebenden Bereichen, und bieten ein integratives, pan-europäisches Umfeld für Personen aller Führungsebenen, um ihre professionellen Forschungsnetze auszubauen und ihre Karriere voranzutreiben. COST liegt insbesondere Wert darauf, dass ihre Netzwerke sowohl jüngere Forschende als auch Forschende aus „Forschungs- und innovationsschwächeren“ europäischen Staaten (den sogenannten „Zielstaaten für Inklusion“, engl. "Inclusiveness Targeted Countries") gezielt einbeziehen.

COST fördert Austauschaktivitäten wie Arbeitsgruppen, Konferenzen und Tagungen, Workshops, kurze wissenschaftliche Austausche, Weiterbildungsmaßnahmen, Reisekosten sowie gemeinsame Veröffentlichungen. Personal- oder Forschungsmittel werden nicht durch COST finanziert.